Sie sind hier: Aktuelles » 

Mauerweg

1. Etappe vom S Griebnitzsee zum S Flughafen Schönefeld

Fotos: DRK, Jürgen Lehmann

An einem schönen sonnigen Tag beginnt die Tour am alten Kontrollpunkt Bahnhof Griebnitzsee. Hier wurden zur Zeit der Teilung die Züge von und nach Berlin (West) kontrolliert.

Von hier aus machten wir zunächst einen Abstecher zur Verbindungsstraße nach Steinstücken und anschließend nach Albrechts Teeofen. Steinstücken war bis 1972 eine Berliner Exklave, die bis dahin per Hubschrauber der Amerikaner versorgt wurde. Der Streifen zwischen Fahrbahn und Grenzstreifen ist heute mit Bäumen gut bewachsen.Die Besonderheit an Albrechts Teeofen, war die Tatsache, dass bis 1969 hier die Autobahn in Verlängerung der AVUS entlang geführt wurde und mitten auf der Brücke und somit im westlichen Berlin, der Grenzkontrollpunkt sich befand. Mit der wohl notwendigen Vergrößerung der Kontrollanlagen wurde entschieden gleich die ganze Autobahn ein Stück in Richtung Osten zu verlegen. Heute befindet sich am Teerofen ein Campingplatz. Entlang der noch gut sichtbaren alten Autobahntrasse geht es unter der alten Stammbahn, die Berlin mit Potsdam verband, durch zum früheren westlichen Kontrollpunkt Dreilinden - auch Checkpoint Bravo. Von hier aus verläuft der gut ausgebaute Weg durch teilweise bewaldete Abschnitte bis zum Teltowkanal. Eine tierisch-ländlich idyllische Ecke Berlins, die nicht die Nähe zur Großstadt vermuten lässt. Beim heutigen Velothon kreuzen wir in der Machnower Straße das erste Mal den Sportlertross, in der Marienfelder Allee zum zweiten Mal.

Nach dem Teltowkanal erreichen wir die Kirschblütenallee. Eine Strecke auf der mitten auf dem alten Grenzstreifen ca. 1000 Bäume vor 25 Jahren geplatzt wurden und eine Spende Japans zur Wiedervereinigung Deutschlands war. Danach wieder eine lange Feld-Wald-und-Wiesen-Strecke mt einer Biege um die Bahntrasse der S2 und unter dem Kirchhainer Damm hindurch, der hier ab 1977 als Grenzkontrollpunkt Mahlow für Siedlungsabfäle und Bauschutt diente. Danach wird die Wegführung etwas schwierig. Besonders an der Ortsgrenze von Buckow zu Großziethen, wobei man hier teilwiese auf kleine parallellaufenden Straßen ständig zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg hin und her wechselt. Hier stand seinerzeit die Mauer quasi im Vorgarten. Ein letztes Highlight ist die Bergetappe auf den gut ausgebauten ehemaligen Müllberg Dörferblick.

Nach dem Anstieg wird man mit einem herrlichen Ausblick auf die Skyline der Gropiusstadt und man konnte sogar die Bauwerke auf dem Schäferg und Teufelsberg gut erkennen. Die Strecke endete nach rund 4 Stunden und knapp 50km am S Flughafen Schönefeld.

- Jürgen Lehmann

26. Juni 2017 13:55 Uhr. Alter: 3 Jahre