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Hochwassereinsatz (2)

Bei den Hilfeleistungen beim diesjährigen Hochwasser war auch unser Kreisverband beteiligt, jedoch nicht mit dem Patiententransportzug (PTZ), sondern erst zu späterer Zeit als Unterstützung der Einheiten in Magdeburg. Der Voralarm erreichte uns am 04.06.2013 gegen Mittag mit dem Auftrag zur möglichen Personalgestellung für einen möglichen Einsatz.

C. Schönemann und J. Lehmann

Unser Kreisverband ist besonders mit einem Teil des PTZ2 im Katastrophenschutz eingebunden. Unterstützt werden wir hierbei durch Fahrzeuge der Kreisverbände Reinickendorf/Wittenau und Wedding/Prenzlauer Berg. Ein PTZ hat vielschichtige Aufgaben, in diesem Fall besteht die Aufgabe in der Unterstützung bei der Evakuierung. Das bedeutet, dass ein PTZ weit vor der Gefahrenlage alarmiert werden muss, um eine Evakuierung erfolgreich durchführen zu können.

Der Hintergrund des Voralarms war die mögliche Evakuierung eines Krankenhauses in Dresden mit einer Größenordnung von ca. 1000 Patienten. Die Entscheidung dafür wurde auf den Folgetag 12:00 Uhr festgelegt. Solch eine Entscheidung will wohl überlegt sein. Um die Vorlaufzeit im Alarmfall zu minimieren wurde kreisintern eine Sitzbereitschaft mit sieben Helfern der Bereitschaft Meditubbies sowie des Fachdienstes Blutspendedienst am 05.06.2013 ab 11:00 Uhr festgelegt. Die Entscheidung zur Evakuierung wurde im Laufe des Tages mehrfach verschoben, bis dann um 21:00 Uhr die Entscheidung feststand – das Krankenhaus muss nicht mehr evakuiert werden. Die Zeit haben wir sinnvoll mit Lagerarbeiten und Fahrzeug- und Gesellschaftspflege genutzt.

Kurz danach gab es eine Anfrage aus Halle wegen der möglichen Evakuierung eines ganzen Stadtteils ein Kreisauskunftsbüro einzurichten. Da die Sitzbereitschaft noch nicht aufgehoben war, hätten wir mit kurzer Anlaufzeit dieses realisieren können. Erst kurz vor Mitternacht stand eine Entscheidung fest – ein Kreisauskunftsbüro muss nicht eingerichtet werden. Die Sitzbereitschaft wurde nach über 12 Stunden aufgehoben.

Der Alarm für den PTZ kam dann einen Tag später, am 06.06.2013 vormittags. Die Kräfte der Sitzbereitschaft vom Vortag waren nicht mehr einsetzbar, sodass, wegen einer zu erwartenden sehr langen Vorlaufzeit, dieser Alarm nicht realisiert werden konnte. In den Einsatz ging der PTZ3 mit Kräften der Kreisverbände Steglitz/Zehlendorf und Spandau – Einsatzziel war Jessen. Am 08.06.2013 bat der Zugführer des PTZ3 um eine Ablösung des gesamten Zuges durch unseren PTZ. Dieses sollte am 09.06.2013 zu 18:00 durchgeführt werden. Die aktuelle Lage machte einen Austausch der Kräfte jedoch nicht mehr erforderlich.

Bereits am 07.06.2013 mittags erreichte uns eine Anfrage aus Magdeburg, ob wir Kräfte zur Unterstützung entsenden können. Dort wurde unter anderem vom Kreisverband Müggelspree eine Versorgungseinheit aufgebaut, mit dem Ziel die dort eingesetzten Kräfte aller Organisationen zu versorgen. Dies musste in diesem Fall abgelehnt werden, da eine mögliche Alarmierung des PTZ Vorrang hatte.

Eine zweite Anfrage am 10.06.2013 war aussichtsreicher, da eine Alarmierung des PTZ inzwischen eher unwahrscheinlich war. Sechs Helfer der Bereitschaften Wilmersdorf und Schöneberg sowie des Fachdienstes Blutspendedienst trafen sich am 11.06.2013 recht früh, um gemeinsam mit weiteren Kräften aus Müggelspree zum Magdeburger Messegelände zu fahren. Die Aufgaben unserer Helfer bestanden in der Vorbereitung und Ausgabe von Essen und dem Transport von Materialien.

Am 15.06.2013 wurden die Helfer vor Ort mit Dank entlassen und erreichten gegen Mittag Berlin.

11. Juli 2013 23:41 Uhr. Alter: 5 Jahre