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GW-San-Cup in Urbach

Die Bereitschaften des Kreisverbands präsentieren ihr Können

Zu einem Wettbewerb der besonderen Art brachen wir am 09.08.2014 in aller Früh nach Urbach, in der Nähe Stuttgarts auf. Dort fand nun bereits zum dritten Mal, ein zur Zeit einzigartiger Wettbewerb für den Gerätewagen Sanitätsdienst, genannt „GW-San-Cup“ statt. Die ersten Kontakte dazu kamen bereits bei der 150Jahr-Feier im letzten Jahr zustande.

Im direkten Wettbewerb traten dort 9 Gerätewagen Sanitätsdienst  des Landeskatastrophenschutzes von Baden-Württemberg gegeneinander an.  Erstmalig waren in diesem Jahr auch drei Gerätewagen des Bundeskatastrophenschutzes dabei. Da sich die Fahrzeuge des Bundes gegenüber den Fahrzeugen des Landes nicht nur in ihrem Aussehen, ihrer Größe und ihrer Ausstattung unterscheiden, ist ein direkter Vergleich nicht möglich und so starteten die Fahrzeuge des Bundes außer Konkurrenz, als Gastmannschaft. Was es für uns zusätzlich sehr interessant machte, war, dass die zwei weiteren Katastrophenfahrzeuge des Bundes von anderen Hilfsorganisationen kamen. Mit uns starteten noch der Arbeiter Samariter Bund (ASB) Berlin und der Malteser Hilfsdienst (MHD) aus Nürtingen. Genauso bunt gemischt, zusammen mit der Johanniter Unfall Hilfe (JUH) und dem Malteser Hilfsdienst waren auch die Teilnehmer für die Fahrzeuge des Landeskatastrophenschutz Baden-Württemberg.

Mit einigen Pausen erreichten wir;  Alexander, Björn, Isy, Jürgen, Kati, Klaas, Pauline, Peter und Sven – eine bunte Mischung aus zwei Bereitschaften und unserem Kreisarzt,  mit unserem Gerätewagen Sanitätsdienst und dem Mannschaftstransportwagen 3 nach ca. 600km gegen 16:30 Uhr Urbach und bezogen dort die Wittumsporthalle als Nachtlager. Vor Ort wurden wir herzlich empfangen und auf dem Hoffest des DRK Ortsvereines Urbach auch durch den Vorsitzenden des OV’s, der zudem auch der Landrat des Landkreises Rems-Murr ist, begrüßt. Vor dem Schlafen gehen nutzten wir die Sporthalle noch für eine kurze Runde Völkerball.

Am 10.08. nutzten wir den Hallenparkplatz noch für eine kurze Trainingsrunde. Danach sammelten wir erste Eindrücke vom Wettbewerb.  Auf zwei ca. 29,5m * 16m großen Parkplatz-Abschnitten eines ortsansässigen Supermarktes, wurden im Halbstundentakt immer wechselseitig gestartet, sodass nach der Aufbaurunde auch noch ausreichend Zeit für den Rückbau blieb. Die Aufgabenstellung war allen Teilnehmern vorher bekannt und sie unterschied sich auch nicht zu der der beiden Vorjahre: Aufbau und Einrichten eines Zeltes, Aufbau und Inbetriebnahme eines Aggregats, Aufbau einer Heizung und Übernahme eines Verletzten von der „Feuerwehr“ – und dieses Fehler frei und in kürzester Zeit. Und doch war die Herangehensweise und Ausführung bei den einzelnen Gruppen unterschiedlich, am beeindruckensten bei der Mannschaft der JUH-Lady’s aus Kißlegg, die mit ungewöhnlichen Ideen die Zuschauer begeisterten. Im direkten Wettbewerb wurden  Zeiten von gut 10 Minuten erreicht.
Mit hohem Interesse der anderen Teilnehmer wurde der Start der Gastmannschaften mit den Bundesfahrzeugen erwartet. Um 11:30 Uhr ging der ASB mit einer Zeit von ca. 24min ins Rennen . Es folgte einige Zeit später der MHD mit einer spitzen Zeit von 14:46 min, jedoch nicht ohne Fehler. Gleich danach,  auf der „Startbahn2“ kamen wir, als letzte Mannschaft des Tages. Zügig aber ohne Hektik wurden von Alexander, Björn, Isy, Klaas und Sven unter der Leitung von Pauline die geübten Abläufe abgearbeitet. Mit hoher Sorgfalt und Präzision war nach 16:57 min die sehr anstrengende Aufgabe beendet. Nach der Auswertung der Schiedsrichter und sehr zu unserer Freunde, Fehler frei und mit einer sehr strukturiertem Ablaufbild. Und obwohl sich die Fahrzeuge des Landes und des Bundes unterscheiden, schon der Aufbau des Zeltes dauert aufgrund seiner Größe bei den Bundesfahrzeugen länger, brauchen sich die Gastmannschaften mit ihren Zeiten nicht zu verstecken.

Um 16:00 Uhr war die Siegerehrung. Zunächst die Gäste: MHD, DRK und ASB – ein Grund mehr noch einmal wieder zu kommen. Bei den Teilnehmern bleiben die Treppchenplätze im Allgäu: DRK Wangen und die beiden Mannschaften der JUH aus Kißlegg.

Noch am gleichen Abend traten alle gegen 17:30 bzw. 19:00 Uhr noch die Rückfahrt an und kamen gut voran. Als der MTW bereit die Heimat erreichte, gab es für die GW-San-Besatzung  dann gegen 01:00 Uhr auf der A9 doch noch bei zwei Unfällen ein wenig zu tun. Als ersteintreffendes Fahrzeug mussten beide Male Pkw-Fahrer versorgt werden, die sich mit einem Lkw angelegt hatten. Nach dieser erfolgreichen Feuertaufe erreichte der GW-San schließlich um 06:00 Uhr Berlin.

Wir bedanken uns sehr herzlich für ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Wochenende und freuen uns auf ein Wiedersehen – sei es beim GW-San-Cup 2015 in Urbach oder in Berlin, bei vielleicht etwas Ähnlichem.

28. August 2014 17:03 Uhr. Alter: 4 Jahre