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DRK leistet aktive Flüchtlingshilfe

Der Kreisverband Berlin Schöneberg-Wilmersdorf organisierte die Einrichtung und den Betrieb einer Flüchtlingsunterkunft

Am 23.12.2014 um 11:00 Uhr war es mit der Sporthalle in der Rudolstädter Str. unser Kreisverband, der mit dieser Aufgabe der Einrichtung und Betreibung betraut wurde. Eine besondere Herausforderung, standen doch die Weihnachstage direkt und nicht zuletzt der Einsatz für alle Kreisverbände zum Jahreswechsel am Brandenburger Tor bevor.

Schnell waren die Helfer aller Gemeinschaften des Kreisverbandes und ebenso die C-Dienste aller anderen Kreisverbände alarmiert, denn dieser Einsatz war zu dieser Zeit für einen Kreisverband kaum zu bewältigen.

Zum ersten Mal kamen auch Doppelstockbetten aus dem Landesbestand zum Einsatz, die vorher aus einem Lager aus Alt-Friedrichsfelde abgeholt werden mussten, wofür unter anderem auch Kameraden des THW eingebunden wurden. Ebenso konnten uns Helfer des Suchdienstes bei der Registrierung unterstützen.

Über 40 Helfer aus 4 Kreisverbänden waren mit der Einrichtung am Nachmittag bis in die sehr späten Abendstunden beschäftig, zudem auch die Besorgung von Lebensmittel und Dingen des täglichen Bedarfs organisiert werden musste. Viel Zeit und Personal beanspruchte jedoch der nicht so ganz einfache Bettenbau, zumal die mit Sportgeräten gefüllte Halle vorher noch beräumt und mit einem Schutz für den Hallenboden ausgelegt werden musste. Bei der Auswahl der Belegung durch die Flüchtlinge musste auf die Tatsache Rücksicht genommen werden, dass sich die Sporthalle nicht durch Vorhänge teilen ließ. Erst gegen 22:00 Uhr konnte vom LaGeSo die Halle für die Aufnahme der ersten Flüchtlinge frei gegeben werden.

Mit Helfern eines weiteren Kreisverbandes wurde dann der Betrieb der Unterkunft, bis zur Übergabe an einen kommerziellen Betreiber am 30.12. mittags, mit täglich mindestens 5 Helfern durchgeführt. Auch die Leitung der Halle wurde wechselseitig, u. a. durch die Kreisleitung unserer Wasserwacht, wahrgenommen. Insgesamt leisteten ausschließlich ehrenamtliche Kräfte rund 1000 Einsatzstunden. Zeigt es doch auch hierbei wieder erneut den Zusammenhalt der viel beschriebenen „Rotkreuzfamilie“ über Kreis- und Gemeinschaftsgrenzen hinweg.

Und noch eine Hilfe darf nicht unerwähnt bleiben: die Hilfe der Anwohner, denen ein großer Dank gilt. Dringend benötigte Kleiderspenden wurden u. a. bereits in den ersten Tagen in der Unterkunft abgegeben, sodass viele Flüchtlinge mit warmer Kleidung ausgestattet werden konnten.

13. Januar 2015 14:52 Uhr. Alter: 4 Jahre