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Einsatz an Silvester 2015

Einsatzkräfte des gesamten Kreisverbandes leisten Dienst zur Silvesterfeier

Zu Silvester 2015 war unser Kreisverband wieder am Brandenburger Tor in Einsatz – genauer mit einer Arzt besetzten Unfallhilfsstelle (UHSt-TypD) am kleinen Stern.

Die ersten vorbereitenden Arbeiten fanden bereits an den vorangegangenen Tagen mit dem Test aller zum Einsatz kommenden Geräte, dem Aufbau von vier Zelten und dem Verlegen der Zehlendorfer Bodenplatten statt. Zu 15:00 Uhr wurde das Treffen im Kreisverband angesetzt, um die letzten fehlenden Utensilien einzuladen, den Einsatz mit allen Kräften noch ein Mal zu besprechen und rechtzeitig zum Veranstaltungsgelände aufzubrechen. Schließlich mussten wir wegen der erhöhten Gefahrenlage mit einer länger dauernden Anfahrt rechnen um die Einsatzbereitschaft schon zu 18:00 Uhr hergestellt haben. Schnell waren die Zelte eingerichtet, Strom, Licht und Heizung angeschlossen und der Einsatz konnte pünktlich begonnen werden.

Mit 19:00 Uhr traf die Verstärkung vom ASB 2 Stunden früher als geplant bei uns ein. Sie stellten vier Streifen, die Verstärkung im Zelt und einen (Krankentransportwagen) KTW. Somit waren 32 Einsatzkräfte im Einsatz. Seinen ersten Einsatz hatte auch der (Einsatzleitwagen) ELW, den wir am 14.12.2015 vom Landesverband überreicht bekamen.

So nach und nach füllt sich die Straße des 17.Juni und schnell bildet sich ein Rückstau an Gästen vor unserer UHSt, denn hier befand sich auch ein Kontrollpunkt und die Kontrollen wurden sehr ernst genommen und nahmen entsprechend Zeit in Anspruch. Das generelle Taschenverbot führte dazu, dass herrenlose Rucksack seitens der Eingänge abgelegt wurden, um die sich die Polizei kümmern musste. So brachte dieses Verbot allerdings auch einen kleinen Vierbeiner zu uns, der bei uns geduldig auf seine zweibeinige Familie wartete.

Als um 22:00 Uhr nach den Zugängen am Brandenburger Tor auch dieser Zugang wegen Überfüllung geschlossen wurde, der Zustrom aber nicht nach ließ, musste nach einem Vorfall direkt am Eingang das Knäuel von mehreren 100 Personen durch die Polizei aufgelöst werden. Wie jedes Silvester entspannte sich die Situation nach dem Höhenfeuerwerk, dass kurz nach Mitternacht gezündet wurde. Nicht ganz unschuldig daran war auch das Wetter. Mit dem seit 19:30 Uhr einsetzenden Sprühregen verkürzte sich die Aufenthaltszeit der Feiernden, verlängerte aber unseren Einsatz, da wir die feuchten Zelte noch in der Zehlendorfer Garage zum Trocknen aufhängen mussten.

Für das leibliche Wohl trug jeder einzelne Helfer selbst bei, sodass für jeden etwas (auch etwas mehr) dabei war. Die Hilfeleistungen blieben allzeit überschaubar mit einer leichten Steigerung an Anzahl und Intensität rund um Mitternacht. Der Tenor lag hier leider wieder bei alkoholbedingten Maßnahmen. Insgesamt waren 44 Hilfeleistungen und drei Transporte zu verzeichnen. So ergab es sich, dass sich die zunächst „reinen“ ASB-Streifen schnell mit ein bis zwei DRK-Helfern aufgestockt wurden und das mit allseitiger Begeisterung.

Um 02:30 Uhr wurden wir von der Leitstelle außer Dienst gestellt, der Rückbau konnte beginnen. Trotz vieler Hände dauerte es bis 05:00 Uhr, bis wir in die Unterkunft verlegen konnten und noch Mal bis 08:00 Uhr bis auch die Zelte hingen und die Fahrzeuge von Material befreit und in den Garagen verstaut waren.

Vielen Dank an alle.

Text: Jürgen Lehmann

Bilder: Gerhard Mößinger

6. Januar 2016 17:56 Uhr. Alter: 3 Jahre