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5.000 Kilometer bis nach Berlin

Familie Nouri lebt in einer Notunterkunft in Berlin Wilmersdorf

Fast 5.000 Kilometer sind es von der iranischen Stadt Kermansha bis nach Berlin. Da gibt es viele Möglichkeiten  diese lange Reise zu absolvieren. Aslan Nouri und seine Familie haben diesen Weg zu Fuß, mit dem Boot, Bus und Zug bestritten. Eine dreimonatige Reise voller Strapazen,und Hoffnungen. Alles für das Ziel, in Sicherheit leben zu können.

Die Familie hat es geschafft und ist in der durch den DRK Kreisverband Berlin Schöneberg-Wilmersdorf e.V. betriebenen Notunterkunft in der Forckenbeckstrasse 37 untergekommen. Hier will er bleiben, sagt Herr Nouri freudestrahlend. Natürlich nicht in der Notunterkunft aber in Deutschland. Der Familienvater ist aufgebrochen um für seine zwei Kinder eine bessere Zukunft zu finden. Eine Zukunft ohne Angst vor religiöser Verfolgung, Gewalt und Unterdrückung.

Die Route führte den gelernten Friseur und seine Familie durch die Türkei über den Balkan bis in die deutsche Hauptstadt. Wenig Hilfe erhielt er auf dieser Reise, berichtet der leidenschaftliche Fußballfan. Erst in Deutschland spürte er Humanität und Gastfreundschaft.

Nicht zuletzt liegt es auch an den vielen Helfern und Helferinnen des DRK, berichtet Herr Nouri. Diese haben immer ein offenes Ohr und helfen wo es nötig wird. Das er einmal selbst aktiv im Roten Kreuz werden möchte, steht für ihn deshalb außer Frage. Den Menschen helfen, unabhängig von Herkunft, Glaube und Geschlecht ist dabei sehr wichtig für ihn.

Den Weg nach Deutschland hat der38 Jährige vor allem wegen seinen Kindern angetreten. Seine zwölfjährige Tochter und sein neun Jahre alter Sohn haben hier größere Chancen, sagt er stolz. Sie sollen hier zur Schule gehen, Deutsch lernen und später einen Beruf erlernen oder sogar studieren. Er selbst will wieder als Friseur arbeiten und gemeinsam mit seiner Frau einen eigenen Salon eröffnen.

Obwohl er noch Familie in seiner Heimat hat, sieht er für sich keine Perspektive in Kermasha. Er telefoniert regelmäßig mit seiner Mutter die dort noch lebt. Zurück will er nicht mehr, sagt er entschlossen, weil Deutschland die neue Heimat für seine Familie ist.

Dass ihm das DRK bei diesem Ziel helfen kann, weiß er ganz sicher. Obwohl das Leben in der Notunterkunft nicht immer einfach ist. 176 Menschen leben auf engstem Raum beisammen, da kann es immer zu Spannungen kommen. Anstrengend ist vor allem der Lärm. Nicht aber das Essen, obwohl es doch erhebliche kulinarische Unterschiede zwischen dem Iran und Deutschland gibt.

Thank you for you! ruft er einem immer freundlich entgegen wenn man ihn zwischen Halle, Essensbereich und DRK Büro trifft. Eine Lebensfreude die ansteckt und ein Zeichen der Menschlichkeit ist. Das er und seine Familie es in Deutschland schaffen werden, da ist er sich ganz sicher. Dass er jedoch erst einmal auf die Bearbeitung seiner Anträge warten muss, macht ihm nichts aus. Hier in der Notunterkunft ist er zunächst sehr glücklich und bedankt sich bei allen DRKlern für die tatkräftige Unterstützung.

Wenn Sie Fragen zu unserer Arbeit in der Flüchtlingshilfe haben, können Sie gerne eine Email an info[at]drk-wilmersdorf[dot]de senden oder uns unter 030/688 31 98 60 anrufen. Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie unter dem Stichwort Flüchtlingshilfe Spenden.

DRK Kreisverband Berlin Schöneberg-Wilmersdorf e.V.

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BIC: BELADEBEXXX

Stichwort Flüchtlingshilfe

9. Januar 2016 10:37 Uhr. Alter: 3 Jahre