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Transport in das Hochwassergebiet

Helfer des Kreisverbandes im Einsatz in Biberach

Drei Lkw’s mit Heizungen und Lüfter vom Logistik Standort des Generalsekretariats in Berlin-Schönefeld machten sich Anfang Juni auf nach Biberach. Schon Tage zuvor waren mehrere Transporte in die Hochwassergebiete in Südbayern und Süd-Baden-Württemberg unterwegs. Anlass waren die heftigen  und nicht nachlassenden Niederschläge, die schwere Schäden in einzelne Ortschaften hinterließen.

Diesmal war es je ein Team aus Hessen, Sachsen und Berlin/Brandenburg. Eine gemeinsame Fahrt hat jedoch aus zeitlichen Gründen nicht geklappt. Wir Berlin-Brandenburger haben es in der Nacht noch bis Pegnitz geschafft, während die Hessen in Schwabach Halt machten und die Sachsen ohne Übernachtung ins Zielgebiet fuhren.

Am Folgetag ging es nach dem Frühstück weiter, wobei wir durch einen langen Stau erst gegen 13:00 Uhr in Maselheim (bei Biberach) eintrafen. Für die letzten Kilometer wurde uns ein Lotse bereitgestellt. Das Ausladen ging verhältnismäßig zügig, hatte doch ein ortansässiger Tischler seinen Gabelstabler nebst Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr (FF) zur Verfügung gestellt. Im Ort selbst war von der Katastrophe kaum noch etwas zu sehen, so intensiv wurde bereits wieder aufgeräumt. Doch fielen der sumpfige Sportplatz mit seiner untypischen Seenlandschaft, das Kanalreinigungsfahrzeug und der Müllberg voller zerstörter Wohnungseinrichtungen noch auf.

Die Toilette im Gebäude der FF war immer noch nicht zu gebrauchen und wird es noch eine Weile nicht sein, da dies selbst zu 1,6m unter Wasser stand und die Hebeanlage zerstört wurde. Allein zum Händewaschen musste man in das benachbarte Rathaus ausweichen, bei dem noch hörbar die Pumpen liefen. Betroffen war auch der erst zwei Jahre alte VW-Bus eines Kameraden der FF, der dadurch selbst als Helfer zum Opfer wurde.

Auf der Heimfahrt, die wir bereits am frühen Nachmittag antraten, bekamen wir rund um Nürnberg ein kurzen Eindruck von dem, was die Tage zu vor (und wohl zum Teil immer noch) hier an Unwetter nieder ging. Die „schwarze Wand“ war schon von Weitem zu sehen. Blitz, Starkregen und Hagel gingen in einer ungewohnten Intensität nieder. Schnell sammelte sich das Wasser auf der Autobahn und bremst uns erheblich aus. Gegen späten Abend erreichten wir nach ca. 1350km wieder Berlin, wissend, dass die nächsten Transporte nur eine Frage der Zeit seien würden.

28. Juni 2016 18:03 Uhr. Alter: 2 Jahre