Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann begrüßte die Anwesenden und machte deutlich: Ehrenamt ist in Schöneberg keine Nebensache. Rund 80.000 Menschen engagieren sich im Bezirk freiwillig, etwa die Hälfte davon im sozialen Bereich. Ehrenamt sei gelebter Alltag, getragen von vielen Schultern. Die Ehrenamtskarte verstehe er als bewusstes Zeichen der Wertschätzung für dieses lebendige Engagement.
In seinem Grußwort betonte Bezirksvorsteher Stefan Böltes, dass ehrenamtliches Engagement durchaus anstrengend sein könne. Viele kämen irgendwann an den Punkt, sich zu fragen, warum sie das alles tun. Gleichzeitig gebe es immer wieder Rückmeldungen und Erfahrungen, die zeigen, wie wichtig dieses Engagement ist – und genau das halte viele Engagierte dabei. Angesichts der Vielfalt und der großen Zahl Ehrenamtlicher im Bezirk sei ihm um den Zustand der Demokratie nicht bange. Ehrenamt sei ein unverzichtbarer Dienst zum Wohl der Gesellschaft.
Die Mitglieder des DRK wurden von Bezirksstadtrat Matthias Steuckardt, zuständig für Bürgerdienste, Soziales und Senioren, geehrt. Er hob besonders hervor, wie vielfältig das Engagement des DRK in Schöneberg-Wilmersdorf ist und dass der Kreisverband seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner im Bezirk sei.
Die Ehrenamtskarte – insbesondere die gemeinsame Karte von Berlin und Brandenburg – wird nach mindestens einem Jahr Engagement mit einem Umfang von mindestens 200 Stunden pro Jahr verliehen. Sie gilt für drei Jahre und bietet Vergünstigungen bei über 300 Partnern. Vor allem aber steht sie für eines: Anerkennung und Dank für Menschen, die sich mit Zeit, Herz und Verantwortung für andere einsetzen.



