Für den DRK-Kreisverband Schöneberg-Wilmersdorf e. V. bedeutete dies mehrere Tage intensiven Einsatzes. Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer waren von Beginn an vor Ort, um die Feuerwehr und das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf zu unterstützen. Zu unseren Aufgaben gehörten Transportleistungen sowie die Versorgung und Betreuung von Menschen in den Notunterkünften, die plötzlich ohne Strom, Wärme oder verlässliche Informationen dastanden.
Besonders wichtig war uns dabei der persönliche Kontakt. In den Betreuungsstellen nahmen sich unsere Teams Zeit für Gespräche, hörten zu und unterstützten Menschen dort, wo Sorgen und Unsicherheiten besonders groß waren. Ergänzend war unsere Fachgruppe Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Einsatz, um Betroffene in dieser Ausnahmesituation zu begleiten und zu entlasten. Von Sonntag bis Mittwoch war die PSNV-Gruppe schwerpunktmäßig in der Notunterkunft im Rathaus Zehlendorf präsent.
Besonders bei Sorgen um ältere und pflegebedürftige Angehörige sowie um Nachbar:innen ging es häufig um ganz praktische Fragen: Wie kommen sie von A nach B? Wo finden sie eine sichere Unterkunft? Wir unterstützten bei der Organisation von Transporten, der Unterbringung und bei vielen weiteren individuellen Anliegen.
Gemeinsam mit anderen Berliner DRK-Kreisverbänden sowie den weiteren Hilfsorganisationen arbeiteten wir eng vernetzt zusammen. Seit dem 7. Januar wird die Strom- und Heizversorgung im betroffenen Gebiet schrittweise wiederhergestellt. Damit gilt die akute Phase des Stromausfalls als beendet, die Unterstützung durch die Hilfsorganisationen läuft weiterhin angepasst an die jeweiligen Bedarfe.
Der Einsatz hat einmal mehr gezeigt, was unser Ehrenamt ausmacht: Zuverlässigkeit, Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt – auch unter herausfordernden winterlichen Bedingungen. Dafür danken wir allen eingesetzten Helferinnen und Helfern von Herzen.


